Zahlreiche Supermärkte betroffen

Rückruf von beliebtem Joghurt wegen Verletzungsgefahr bei Edeka, Lidl und Co.

Joghurt-Rückruf in zahlreichen Discountern um Lidl und Aldi: Wer jüngst einen Almighurt der Marke Ehrmann gekauft hat, muss aufpassen. Doch es gibt auch eine Entwarnung. Denn es ist nur eine Sorte betroffen.

Hamm - Der Almighurt von Ehrmann ist eine große Marke in der Joghurt-Branche. Nun musste die Firma das Produkt zurückrufen, es geht bei dem Rückruf allerdings nur um eine Sorte. Zahlreiche Supermärkte wie Lidl, Aldi und Co. sind betroffen.

FirmaEhrmann AG
Art der FirmaMolkerei
SitzOberschönegg
RechtsformAktiengesellschaft
Gründung1920

In vielen Supermärkten werden Joghurt-Becher aus dem Verkauf genommen. Betroffen von dem Rückruf ist der sogenannte Almighurt von Ehrmann, ein langjähriger Markenschlager. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es beim Verzehr zu einer Verletzung kommt, teilte der Konzern aus Oberschönegg mit. Deshalb reagierte die Firma umgehend, wie wa.de berichtet*.

Joghurt-Rückruf bei Ehrmann: Nur 150-Gramm-Becher mit bestimmtem MHD betroffen

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit listet den Almighurt von Ehrmann in einer Liste auf, die vor potenziell gefährlichen Lebensmitteln warnt, und folgt damit einer Pressemitteilung von Ehrmann.

Es handelt sich bei der betroffenen Charge um ein Produkt, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf den 29. Oktober 2020 datiert ist. Betroffen sind 150-Gramm-Becher des Joghurts. Jedoch nur von einer Sorte.

Joghurt-Rückruf bei Ehrmann: Nur die Sorte „Himbeere“ ist betroffen

Lediglich der Joghurt mit der Sorte „Himbeere“ stellt eine Gefährdung dar. Ehrmann wies in seiner Pressemitteilung ausdrücklich darauf hin, dass alle anderen Produkte der Firma einwandfrei und nicht von dem Rückruf betroffen seien.

Grund für den Lebensmittel-Rückruf seien mögliche Metallteile in den Bechern. Das Unternehmen Ehrmann könne nicht ausschließen, dass sich in den Himbeer-Fruchtjoghurts im 150-Gramm Becher, die mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 29. Oktober datiert sind, Metallteile befinden, die zu einer möglichen Körperverletzung bei den Kunden führen.

Joghurt-Rückruf bei Ehrmann: Lidl, Penny, Aldi Nord und Aldi Süd betroffen

Inzwischen haben alle Handelspartner von Ehrmann den betroffenen Himbeer-Joghurt aus dem Verkauf genommen. Zu kaufen gibt es die Charge der Firma Ehrmann, die von dem Rückruf betroffen ist, bei den Discountern Lidl, Penny, Aldi Nord und Aldi Süd.

Ehrmann musste seinen Markenschlager „Almighurt“ zurückrufen. Zahlreiche Discounter sind betroffen

Bei einem Verzehr kann es zu ernsthaften Verletzungen in Mund und Rachen führen, aber auch zu inneren Verletzungen und Blutungen. Deshalb rät Ehrmann ausdrücklich von einem Verzehr ab.

Joghurt-Rückruf bei Ehrmann: Kassenbon bei Rückgabe nicht notwendig

Wer einen betroffenen Joghurt gekauft hat, kann diesen in einem der oben genannten Supermärkte zurückgeben und sein Geld zurück verlangen. Das teilte Ehrmann in seiner Pressemitteilung mit. Das Vorzeigen eines Kassenbons sei dafür nicht notwendig, hieß es weiter.

Bei Fragen zum Rückruf können sich Kunden durchgehend telefonisch an den Hersteller Ehrmann wenden: unter der Telefonnummer 0800-347 62 66.

Käse, Pizzateig und Corona-Fleisch sorgten ebenfalls für Verunsicherung

Dass es wegen der Gefahr von Metallteilchen in einem Produkt zu einem Rückruf von Lebensmitteln kommt, ist kein Novum. Bereits am Mittwoch mussten Aldi Nord und Aldi Süd diverse Käsesorten zurückrufen*. Auch hier drohten im Falle eines Verzehrs innere Blutungen.

Zudem wurde Pizzateig zurückgerufen*, der ebenfalls als bedrohlich eingestuft wurde. In diesem Fall waren sogar fast alle Supermärkte von dem Rückruf betroffen.

Verunsicherte Verbraucher gibt es nicht nur im Zuge von Lebensmittel-Rückrufen. In Nordrhein-Westfalen reagierten viele Kunden etwa verunsichert nach einem Corona*-Ausbruch bei Tönnies. Es stellte sich gemeinhin, die Frage, in welchen Supermarkt-Produkten Tönnies-Fleisch vorkommt* und ob von den Produkten eine Gefahr ausging. - *wa.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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