„Nicht verwunderlich...“

Corona: Sind Supermärkte gefährliche Virenschleudern? Neue Studie enthüllt Erstaunliches

Wo infizieren sich die Menschen mit dem Coronavirus am häufigsten? Eine Studie analysierte, wo Menschen am häufigsten Kontakt hatten bevor sie positiv getestet wurden.

  • Vielerorts ist die Coronavirus*-Lage brisant.
  • Eine britische Studie analysierte, wo Menschen am häufigsten Kontakt hatten bevor sie sich infizierten.
  • Mit 18,3 Prozent liegen Supermärkte dabei auf Platz eins.

München / London - Die Zahl der Neuinfektionen ist in Deutschland weiterhin auf einem hohen Niveau. Auch in Österreich ist die Corona-Lage weiterhin brisant. Das Nachbarland befindet sich seit Dienstag (17. November) in einem „harten Lockdown“. Viele weitere europäische Länder haben hart mit der zweiten Welle* zu kämpfen. Doch wo ist die Gefahr sich zu infizieren besonders groß? Während besonders Superspreader-Events in den Fokus rückten, schließt eine Studie aus Großbritannien auf einen anderen Infektionsherd.

Coronavirus: Wo infizieren sich die Menschen am häufigsten? - Studie aus Großbritannien deckt auf

Daten einer Studie der britischen Gesundheitsbehörde (Public Health England) zufolge, könnten sich Menschen häufiger als bisher gedacht in Supermärkten mit dem Coronavirus* infizieren. Die Studie basierte auf zusammengestellten Daten der sogenannten „Trace App“ und Tests des „National Heath Service“ (NHS).

Die britische Gesundheitsbehörde analysierte die Daten von insgesamt 128.808 Menschen, die sich zwischen dem 5. und 9. November mit dem Coronavirus* infiziert hatten. Durch die App konnte herausgefunden werden, wo die Menschen Kontakt hatten, bevor sie positiv getestet wurden. Dabei wurden Supermärkte als Hauptkontaktpunkt Nummer eins festgestellt. 18,3 Prozent der Menschen, die sich infiziert hatten, hatten laut Studie einen Supermarkt besucht oder arbeiteten dort. An der zweiten Stelle listet die Behörde weiterführende Schulen mit 12,7 Prozent auf. Auch in Grundschulen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen seien die Übertragungswege hoch.

Gleichzeitig wies die Gesundheitsbehörde daraufhin hin, dass die Daten nicht beweisen könnten, wo sich Menschen tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert hatten.

Corona: Sind Supermärkte gefährliche Virenschleudern? - „Nicht überraschend...“

Geschehen also mehr Infektionen bei Edeka*, Rewe*, Aldi* und Co. als angenommen?

Wie die britische Zeitung The Sun berichtet, sagten Experten, es sei „nicht überraschend“, dass Supermärkte in diesen Daten der Studie an erster Stelle stehen würden. Helen Dickinson, Geschäftsführerin des britischen Wirtschaftsverbandes, sagte: „Supermärkte sind einer der wenigen Orte, die die Menschen während des Lockdowns besuchen können. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie stark vertreten sind, wenn Menschen gefragt werden, wo sie zu Besuch waren.“

Indes sorgte die Geschichte einer schwangeren Frau, die im Covid-19-Koma Mutter wurde, für Aufregung.**Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Ronald Zak/AP/dpa

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