Fehler am Gurt

Rückruf bei Volvo: Achtung! Fehler gefährdet Sicherheit - Millionen Autos sind betroffen

Der schwedische Autobauer Volvo hat wegen eines Fehlers an einem sicherheitsrelevanten Bauteil einen Rückruf gestartet. Davon betroffen sind über zwei Millionen Autos. 

  • Der schwedische Autobauer Volvo hat einen Rückruf* bekanntgegeben
  • Von dem Rückruf sind 2,2 Millionen Autos betroffen
  • Grund ist ein Fehler am Sicherheitsgurt

Kassel/Stockholm - Ein Fehler löst bei Volvo einen massiven Rückruf aus. Weltweit sind davon ungefähr 2,2 Millionen Fahrzeuge betroffen. 178.000 der Autos befinden sich laut Volvo-Cars-Sprecher Stefan Elfström in Deutschland, berichtet die dpa.

Vor über 60 Jahre hat ein Ingenieur von Volvo das Patent auf den Dreipunkt-Sicherheitsgurt angemeldet. Jetzt ist genau bei diesem ein Fehler aufgetreten, der zu einem großen Rückruf führt. An der Befestigung des Gurtes soll der Fehler liegen. Durch den Fehler kann der Schutz durch den Sicherheitsgurt verringert werden.

Volvo-Rückruf: Fehler am Gurt

Der Fehler hat laut Volvo etwas mit einem Stahldraht zu tun. „Dieser Draht kann unter besonderen Bedingungen einem Verschleiß unterliegen", hieß es laut dpa-Informationen in einer Mitteilung von Volvo. Daher hat der Autohersteller aus Schweden einen massiven Rückruf veranlasst.

Der Fehler soll nur bei den vorderen Sicherheitsgurten im Auto auftreten. In Deutschland sind nach Angaben von Statista derzeit etwa eine halbe Million Autos von Volvo zugelassen. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Anzahl der zugelassenen Volvos leicht gestiegen. Viele der in Deutschland zugelassenen Autos von Volvo sind von dem Rückruf betroffen.

Rückruf: 2,2 Millionen Autos von Volo von Fehler betroffen

Laut Volvo soll der Fehler bei den vom Rückruf betroffenen Modellen dazu führen können, das der Stahldraht einem Verschleiß unterliegt. Das könne wiederum den Schutz des Sicherheitsgurtes herabsetzen. Ein Unternehmenssprecher betonte gegenüber der dpa, dass es sich bei dem Rückruf um eine vorbeugende Maßnahme handele. „Wir haben keine Berichte über Unfälle oder Verletzungen. Dies ist eine vorbeugende Maßnahme, um zukünftige Probleme zu vermeiden“, heißt es in der Mitteilung von Volvo.

FirmaVolvo
Gründung14. April 1927
ZentraleGöteborg, Schweden
CEOMartin Lundstedt (22. Okt. 2015–)
GründerGustaf Larson und Assar Gabrielsson
Umsatz431,98 Milliarden Kronen

Insgesamt sind zehn Volvo-Modelle von dem Rückruf betroffen. Bei diesen kann der oben beschriebene Fehler auftreten. Betroffen sind Autos die zwischen 2006 und 2019 vom Band gelaufen sind. Die Besitzer von betroffenen Autos werden laut Volvo postalisch kontaktiert.

Rückruf bei Volvo: Mehr als 2 Millionen Autos betroffen

In Deutschland sind etwa 178.000 Autos von Volvo von dem Rückruf betroffen. Bei diesen Fahrzeugen kann der Fehler am Sicherheitsgurt auftreten. Das sind die betroffenen Volvo-Modelle:

  • S60
  • S60L
  • S60CC
  • V60
  • V60CC
  • XC60
  • V70
  • XC70
  • S80
  • S80L

Den Besitzern der betroffenen Volvo-Modelle wird nahegelegt, einen Termin in der Werkstatt zu machen. Volvo betont jedoch, dass beim weiteren Benutzen des Wagens keine erhöhte Gefahr bestehe. Dem Volvo-Konzern liegen derzeit keine Erkenntnisse über Verletzungen in Zusammenhang mit dem Fehler vor. Mit dem Rückruf will der Konzern vorbeugend handeln.

Rückruf: BMW und Toyota ebenfalls Fehler am Gurt

Auch bei anderen Autoherstellern gab es vor kurzem einen Rückruf wegen Problemen am Sicherheitsgurt. Toyota hatte wegen einer möglichen Fehlfunktion des Gurtschlosses einen Rückruf veranlasst. Auch der Münchner Autobauer BMW hatte einen Rückruf wegen einem Fehler am Gurt veranlasst*.

Der mechanische Fehler bei BMW und Toyota wirkt sich auf die Sensorik des Gurtsystems aus. Das bewirkt, dass eine angeschnallte Person vom Fahrzeug nicht korrekt erkannt werden kann. Bei den von Rückruf betroffenen Modellen des Autobauers Toyota kann der Fehler zu falschen akustischen und optischen Warnsignalen führen. Bei den Modellen von BMW kann der mechanische Fehler am Gurtschloss dazu führen, dass Funktionen nicht mehr verfügbar sind.

Rückruf von Autos: Fehler kann lebensgefährlich sein

Der Autohersteller BMW war von einem weiteren Rückruf betroffen. Die Modelle der 3er- und 5er-Reihe von BMW der Baujahre 1997 bis 2003 sind betroffen. Ein Fehler in dem verbauten Airbag könnte fatale Folgen haben*. Der in den betroffenen Modellen verbaute Airbag könnte bei einem Unfall explodieren.  Das kann im schlimmsten Fall tödliche Verletzungen verursachen.

Die vom Rückruf betroffenen BMW-Modelle werden in die Werkstatt gerufen, denn eine Reparatur des Fehlers ist dringend notwendig. Doch es gibt ein Problem: Die Ersatzteile sind derzeit nicht verfügbar und können vermutlich erst im dritten Quartal 2020 ausgetauscht werden. BMW rät betroffene Autofahrer daher dazu, ihr Auto „bis zur Bereitstellung der Ersatzlösung das Fahrzeug nicht mehr zu bewegen“.  (Lucas Maier und Sarah Neumeyer) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Uli Deck/dpa

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