Corona-Regeln in Tirol

Ski-Urlaub in Österreich: Aufregung um Bilder vom Lift -„Habt ihr denn gar nichts gelernt?“

Die Skisaison startet in Österreich unter neuen Hygiene-Regelungen. Doch die werden offenbar ignoriert. Fotos und Videos sorgen für Wut und Vorwürfe im Netz.

  • Saison-Auftakt im Nachbarland: Trotz Coronavirus* öffnen die Skigebiete wieder
  • Strenge Regeln sollen den Ski-Betrieb in Österreich möglich machen
  • Bilder aus dem Internet zeigen, dass die nicht immer eingehalten werden

Hintertux - Dicht gedrängt reihen sich bunt gekleidete Skifahrer aneinander um mit der Gondel den Berg hoch und auf zwei Brettern wieder hinunterzufahren. Der Auftakt der Skisaison in Tirol, er sieht aus wie in jedem anderen Jahr. Doch genau das sorgt jetzt für erhitzte Gemüter im Netz. Eigentlich gelten nämlich strenge Abstands und Hygiene-Regeln. Für die österreichische Tourismus-Branche spielen die Skilifte schließlich eine große Rolle.

Neben Maßnahmen wie desinfizierten Gondeln, Multifunktionsschals zum Liftpass und Gäste-Login per QR-Code sollen strenge Abstandsregeln und Maskenpflicht den Skiurlaub für die Gäste so schmackhaft und so sicher wie möglich machen. „Wintersportgebiete wie Ischgl sind im Zuge der Berichterstattung ein Synonym für die Pandemie* geworden. Das entspricht natürlich nicht der Realität, aber trotzdem haben viele Menschen Vorbehalte, in diese Gebiete zu reisen. Das nehmen wir sehr ernst“, betonte der Direktor des Tourismusverbands St. Anton am Arlberg, Martin Ebster, gegenüber der dpa. Generell gelten in Österreich mit den steigenden Infektionszahlen* deutlich strengere Regeln. Menschen aus unterschiedlichen Haushalten müssen auf der Straße beispielsweise einen Meter Abstand halten.

Ohne Abstand und Maske am Ski-Lift in Österreich: Urlauber in der Corona-Kritik

Bilder und Videos, beispielsweise vom Kaunertaler oder Hintertuxer Gletscher kursieren allerdings gerade im Netz und sprechen eine andere Sprache. Hier sind zahlreiche Skifahrer in riesigen Schlangen ohne Maske zu sehen. Abstände sind ebenfalls nicht erkennbar. „Idiotisch“ finden viele Nutzer das, und regen sich auf: „Und wir anderen sollen uns verbarrikadieren, damit das läuft? Sind denn alle verrückt geworden?“. Viele sehen ein zweites Ischgl kommen: „die kapieren es einfach nicht!“.

Gegenüber der Welt erklären Mitarbeiter der Seilbahnen am Kaunertaler Gletscher, sie seien vom Andrang überrumpelt worden. „Weil die Deutschen wegen der Reisewarnung* fehlen, haben wir nicht mit so vielen Leuten gerechnet.“ Im Twitter-Video sehe man leider die Bodenmarkierungen nicht, außerdem würden Durchsagen mehrsprachig auf die Sicherheitsmaßnahmen hinweisen heißt es auch aus Hintertux.

Steigende Corona-Zahlen in Österreich: können Skilifte offen bleiben?

Gleichzeitig hat auch das Auswärtige Amt in Berlin bereits fünf Bundesländer in Österreich als Risikogebiet eingestuft, darunter auch Ski-Hochburgen wie Tirol. Auch der Österreichische Kanzler Sebastian Kurz warnte zu Beginn der Woche bereits: „Die Ultima-Maßnahme ist ein zweiter Lockdown“.

Ob und wie die Skilifte geöffnet bleiben können, hängt also stark von den steigenden Infektionszahlen ab. (vs) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Expa/ Johann Groder/APA/dpa/picture alliance

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