Neuinfektionen schnellen nach oben

Kurz vor der Wahl: USA verzeichnen erschreckenden Corona-Rekord - Biden warnt vor „dunklem Winter“

Die Corona-Pandemie bestimmt in den USA den Wahlkampf - jetzt überschreitet das Land bei den täglichen Neuinfektionen eine Marke, die im Sommer noch vermieden werden konnte.

  • Die USA verzeichnen in der Corona-Pandemie einen Tagesrekord.
  • Vor allem im Norden und Mittleren Westen sind die Ansteckungen hoch.
  • Ein Vergleich zur Situation im Frühjahr erlaubt sich aus einem bestimmten Grund aber nicht.

Washington - „Wir werden diese Pandemie, diese schreckliche Plage, schnell beenden“, wiederholt US-Präsident Donald Trump* mantraartig. Wenige Tage vor der US-Wahl* weist allerdings wenig darauf hin, dass dies schnell geschehen wird: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages ist in seinem Land erstmals auf mehr als 80.000 gestiegen.

Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) verzeichnete am Freitag 83.757 neue Fälle - gut 12.000 mehr als noch am Vortag, für den die JHU den Wert auf Twitter mit 71.671 angab.

Coronavirus in den USA: Aktuell 700 bis 800 Tote pro Tag

Die Gesamtzahl der verzeichneten Ansteckungsfälle in den USA stieg nach JHU-Angaben inzwischen auf fast 8,5 Millionen. Bereits im Juli waren die Vereinigten Staaten nahe an die Marke von 80.000 erfassten Infektionsfällen pro Tag herangekommen. Die Zahl der Todesopfer im Land liegt bei mehr als 224.000 - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Seit Herbst-Beginn liegt die Zahl der täglich verzeichneten Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 in den USA der AFP zufolge relativ konstant zwischen 700 und 800.

Die Gesamtzahlen der Corona-Infektionen liegen generell über denen vom Frühjahr. Sie sind aber wie auch in Deutschland nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird.

Coronavirus in den USA: Biden warnt vor einem „dunklen Winter“

Das Corona-Krisenmanagement spielt im US-Wahlkampf* eine zentrale Rolle: Seinem Herausforderer Joe Biden* von den oppositionellen Demokraten warf Trump* vor, über nichts Anderes als das Coronavirus zu sprechen und damit die Menschen zu „erschrecken“.

Corona-Szene aus New York: Eine Frau bekleidet mit einem Chemikalienschutzanzug und einem Mund-Nasen-Schutz.

Biden erneuerte seinen Vorwurf, dass Trump immer noch „keinen Plan“ für den Kampf gegen die Pandemie habe: „Er hat aufgegeben.“ Der Präsident wolle nur noch, dass die Bevölkerung „abstumpft und sich in die Schrecken fügt“. Bei seinem zweiten und letzten Fernsehduell mit Trump hatte Biden vor einem „dunklen Winter“ gewarnt und Trump direkt für die hohe Zahl von Corona-Toten verantwortlich gemacht. (AFP/dpa/frs) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Angela Weiss / AFP

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