Dauer-Smog

Feinstaub-Alarm in Italien: Fahrverbote, Heiz-Regeln und drastische Strafen für offene Türen

Feinstaub-Alarm in Italien. Rom reagiert. (Symbolbild)
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Feinstaub-Alarm in Italien. Rom reagiert. (Symbolbild)

Auch in Italien herrscht Feinstaub-Alarm. Nun hat Rom Fahrverbote verhängt. In anderen Städten drohen auch drastische Strafen für etwa offene Türen.

  • In Italien herrscht Feinstaubalarm.
  • Die Hauptstadt Rom hat nun Maßnahmen ergriffen. 
  • Auch andere Städte haben bereits reagiert.

Rom - Auch in Italien herrscht Sorge wegen Feinstaub. Jetzt hat die italienische Hauptstadt Rom Feinstaub-Alarm ausgelöst und Maßnahmen gegen die Partikel ergriffen. Dazu zählt etwa ein striktes Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge. Das Verbot, das auch private Fahrten in den Hauptverkehrszeiten einschränkt, galt zunächst für Dienstag. In etlichen Städten des Landes ist die schmutzige Luft seit Jahresbeginn ein Aufregerthema. Turin, Mailand, Bologna, Florenz - vielerorts gibt es Feinstaub-Warnungen und längere Einschränkungen für den Verkehr.

Italien: Feinstaub-Alarm in etlichen Städten - Maßnahmen gibt es viele

Mit ein Grund für den Dauer-Smog ist auch das Wetter in Italien: Bei Sonnenschein und blauem Himmel weht etwa in Rom kaum Wind, zugleich ist es nachts recht kalt - so dass viele Menschen die Heizungen voll aufdrehen. In Rom wies die Stadt nun darauf hin, dass die Regler auf 17 bis 18 Grad gedrosselt werden sollten.

Bürgermeisterin Virginia Raggi hatte schon am Sonntag auf Facebook appelliert, auf Busse und Bahnen umzusteigen. Wenn sich die Abgaslage nicht bessere, sei das Diesel-Fahrverbot bis zur Abgasnorm Euro 6 unumgänglich. Man könne sich ein Auto mit Freunden und Kollegen teilen oder weniger heizen, schrieb sie. Viele Straßen Roms waren am Dienstag dennoch so voll wie sonst auch.

Italien: Drastische Strafen für offene Türen

In Vicenza in der Region Venetien ergreifen die Stadtoberen bereits strengere Maßnahmen: Geschäfte, Bars und andere für die Öffentlichkeit zugängliche Stellen wurden angewiesen, ab Dienstag ihre Türen nicht mehr offen stehen zu lassen, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb. Wer Wärme verschwendet und bei Kontrollen mit offener Tür erwischt wird, dem drohen demnach Strafen zwischen 25 und 500 Euro.

Metrologen erwarten, dass die Wetterlage sich in weiten Teilen des Landes zunächst nicht ändert. Italiens Umweltschützer jedenfalls werden nicht müde, Verbote zu loben, aber auch mehr Konsequenz von Politik und Bürgern zu fordern.

In Deutschland sind die Diesel-Fahrverbote in einigen Städten sind nicht wegen einer hohen Feinstaubbelastung eingerichtet worden, sondern weil Grenzwerte für gesundheitsschädliches Stickstoffdioxid (NO2) überschritten wurden.

Starker Regen hinterließ im Dezember in Frankreich und Italien schwere Schäden und behindert den Verkehr.

dpa

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