Vor Unglück fielen Risse auf

Nach Brückeneinsturz drei Tote aus Fahrzeugen geborgen

Die eingestürzte Fußgängerbrücke war erst wenige Tage alt. Foto: Daniel A. Varela/Miami Herald
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Die eingestürzte Fußgängerbrücke war erst wenige Tage alt. Foto: Daniel A. Varela/Miami Herald
Die Brücke sollte im nächsten Jahr offiziell für den Fußgängerverkehr freigegeben werden. Foto: DroneBase/AP
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Die Brücke sollte im nächsten Jahr offiziell für den Fußgängerverkehr freigegeben werden. Foto: DroneBase/AP
Die 950 Tonnen schwere Brücke war plötzlich in ganzer Länge von etwa 53 Metern zusammengesackt. Foto: SMG via ZUMA Wire
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Die 950 Tonnen schwere Brücke war plötzlich in ganzer Länge von etwa 53 Metern zusammengesackt. Foto: SMG via ZUMA Wire
Die Fußgängerbrücke begrub beim Einsturz auch mehrere Autos unter sich. Foto: Roberto Koltun/Miami Herald
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Die Fußgängerbrücke begrub beim Einsturz auch mehrere Autos unter sich. Foto: Roberto Koltun/Miami Herald
Rettungskräfte helfen an der Unfallstelle der eingestürzten Fußgängerbrücke. Foto: Andrea Cruz/WTVJ NBC6
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Rettungskräfte helfen an der Unfallstelle der eingestürzten Fußgängerbrücke. Foto: Andrea Cruz/WTVJ NBC6
Ersthelfer arbeiten an der Unfallstelle. Foto: Daniel A. Varela/Miami Herald
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Ersthelfer arbeiten an der Unfallstelle. Foto: Daniel A. Varela/Miami Herald

Eine nagelneue Brücke nahe Miami bricht zusammen, mehrere Menschen sterben. Nun wird bekannt: Ingenieure stuften noch am Tag des Unglücks einige zuvor entdeckte Risse als unbedenklich ein.

Miami (dpa) - Nur Stunden vor dem Einsturz einer Fußgänger-Brücke in Florida hat die Baufirma gegenüber den Behörden erklärt, ein zuvor entdeckter Riss sei ungefährlich. Das geht aus einer Mitteilung der Universität hervor, auf deren Gelände die Brücke stand.

Während eines zweistündigen Treffens hätten die Ingenieure über den Riss gesprochen und seien zu dem Schluss gekommen, es gebe keine Sicherheitsbedenken. Ob der Riss den Überweg kollabieren ließ ist noch unklar, die Ursache wird weiter untersucht.

Die 53 Meter lange Brücke nahe der Metropole Miami war am Donnerstag zusammengebrochen und auf eine darunterliegende siebenspurige Straße gestürzt. Dabei begrub sie mehrere Autos unter sich. Die Behörden gehen von mindestens sechs Todesopfern aus, vier sind bislang geborgen worden.

Zwei Tage vor dem Einsturz und der Beratungen der Ingenieure gab es auch eine telefonische Warnung vor Rissen, die allerdings ungehört blieb. Das teilte Floridas Transportbehörde mit. Ein Ingenieur habe versucht, einen Mitarbeiter der Behörde über seine Beobachtung zu informieren. Da der Sachbearbeiter nicht im Büro gewesen sei, habe der Ingenieur eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Er wies laut einer von der Behörde veröffentlichten Mitschrift auf "einige Risse am nördlichen Ende der Brücke" hin, stufte diese aber als "nicht relevant aus Sicht der Sicherheit" ein.

Die Transportbehörde gibt in ihrer Mitteilung an, die Nachricht sei erst nach dem Unglück abgehört worden, erwähnt allerdings nicht das Treffen mit den Ingenieuren am Tag des Unglücks. Noch ist unklar, ob die Warnungen dieselben Risse betrafen

Die Brücke war erst am vergangenen Samstag aufgerichtet worden und sollte Anfang 2019 für den Fußgängerverkehr freigegeben werden. Sie sollte Berichten zufolge so stabil ausgelegt sein, dass sie Hurrikanen widerstehen kann.

Im August 2018 kam es in Genua (Italien) zu einem verheerenden Brückeneinsturz

Mitteilung der Universität

Mitteilung der Transportbehörde

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