Beliebter Spot für Fotos

Influencerin will das perfekte Selfie - dann kommt es zur tödlichen Katastrophe

Madalyn Davis will in Australien an einem Selfie-Hotspot das perfekte Foto schießen. Dann stürzt die Influencerin in den Tod. Im Netz gibt es auch Häme.

  • Eine britische Influencerin stürzt während eines Selfies von einer Klippe in den Tod.
  • Im Internet löst die Tragödie neben Beileid auch Häme aus.
  • Am Unglücksort werden Konsequenzen gezogen.

Sydney - Sie lebte ihren Traum, doch ein Unglück riss eine britische Influencerin nicht nur aus diesem, sondern auch aus ihrem Leben. Zum Verhängnis wurde Madalyn Davis ein Selfie bei Sonnenaufgang, das sie auf den Diamond Bay-Klippen östlich von Sydney schießen wollte. Denn die 21-Jährige verlor dabei offenbar das Gleichgewicht und stürzte 30 Meter in die Tiefe.

Die Tragödie ereignete sich kurz nach einem Partybesuch. Davis war einem Bericht der englischen Daily Mail zufolge mit sieben Freunden unterwegs. Um das besondere Foto an dem berühmten Selfie-Spot zu ergattern, kletterte sie über einen Zaun. Für das Bild soll sie sich auf die Felskante gesetzt haben. Dann verlor die junge Frau offenbar das Gleichgewicht - ihr Todesurteil.

Influencerin stürzt bei Selfie in den Tod: Leiche wird nach vier Stunden entdeckt

Die hinzugerufenen Rettungskräfte erklärten via Twitter, sie seien „von einer Gruppe alarmiert worden, die an diesem Morgen von innerhalb des Zauns Fotos gemacht hat und die junge Frau anschließend nicht mehr sehen konnte“. Fast vier Stunden suchte der Rettungsdienst die Umgebung und auch das Wasser ab, gegen 10.30 Uhr wurde die Leiche schließlich entdeckt.

In der fernen Heimat machte sich ihre Mutter noch im Laufe des Sonntags Sorgen, weil von Madalyn nichts zu hören war. Schließlich entschied sich Rebecca Smith dazu, über Social Media um Hilfe zu bitten: „Hat jemand Maddie gesehen? Ich kann sie nicht erreichen. Bitte meldet euch, falls ihr vergangene Nacht mit ihr unterwegs wart.“

Madalyn Davis stürzt bei Selfie in den Tod: Mutter setzt sich gegen Häme im Netz zur Wehr

Als wäre die anschließende Nachricht vom Tod ihrer Tochter nicht schon schlimm genug, musste Smith auf den Social-Media-Kanälen der Verunglückten neben zahlreichen Beileidsbekundungen auch noch diverse gehässige Kommentare von Usern lesen, die sich in der Anonymität des Internets offenbar sicher fühlen. „Meine Tochter war nicht von sich selbst besessen, sie war eine wunderbare, schöne Person, die einen Fehler gemacht hat“, konterte Smith: „Wie könnt ihr so etwas nur schreiben? Sie hat eine jüngere Schwester und einen Bruder, die das auch lesen.“

Unter anderem fragten User ganz dreist, wo das Selfie zu sehen sei. Reichlich makaber. Smith jedenfalls holte auch zum Gegenschlag aus. „Macht nur so weiter, ihr fiesen Menschen, ihr müsst damit am Ende klarkommen“, schrieb sie, oder auch: „Sie wollte immer berühmt werden, also vielen Dank, dass ihr ihr dabei helft.“

Influencerin stürzt bei Selfie in den Tod: Am Unglücksort werden Zäune erhöht und Schilder aufgebaut

In Davis' letzter Wahlheimat Australien folgten derweil bereits die ersten Konsequenzen. Laut BBC sagte Paula Masselos, Bürgermeisterin des betroffenen Stadtteils Waverley: „Wir arbeiten im Moment sehr eng mit der Polizei daran. Die Zäune wurden bereits erhöht und wir habe weitere Hinweisschilder in verschiedenen Sprachen aufgestellt.“ Damit so ein Unglück nie wieder passiert - erst im August war eine 27-Jährige ebenfalls an der Diamond Bay in den Tod gestürzt.

Der Instagram-Account von Davis wurde derweil auf den Status „privat“ eingestellt - um unbefugte Zugriffe und wohl vor allem weitere hämische Kommentare zu verhindern. Ihre Familie kann sich in all der Trauer zumindest darüber hinwegtrösten, dass die Tochter und Schwester in ihren letzten Wochen rundherum glücklich war. Nachdem sie Thailand und Bali bereist hatte, ließ sich Davis Ende des vergangenen Jahres in Australien nieder, verdiente sich als Wimpernstylerin und Gelegenheits-Model ein paar Dollar dazu.

Influencerin Madalyn Davis ist tot: Dabei lebte sie gerade noch ihren Traum

Mitte Dezember soll sie Freunden gesagt haben, sie erlebe „die beste Zeit“ und habe keine Pläne, nach Großbritannien zurückzukehren. Aus dem traurigsten aller Gründe ist Letzteres wahr geworden.

Infolge der Buschbrände in Teilen Australien sollen nun sogar gerettete Tiere getötet werden. Auch eine Auswanderin aus München wurde mit ihrer Familie zum Opfer der Flammen - nun bittet eine Jugendfreundin um Hilfe. In Peru drohen derweil einer Gruppe Touristen Haftstrafen, weil den Urlaubern etwas besonders Ekliges vorgeworfen wird.

Im Skiurlaub muss ein Vater mitansehen, wie seine neunjährige Tochter aus dem Lift in die Tiefe stürzt. Auf Teneriffa sorgt ein Kleinkind für einen Horror-Moment, als es unbeaufsichtigt auf einem Hotel-Hochhaus balanciert. Eine Frau und zwei Kinder wurden Opfer einer Lawine in Südtirol - gegen fünf Personen wird ermittelt.

mg

Rubriklistenbild: © Instagram/@madalyn_davis_

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