Tief "Axel"

100 Liter pro Quadratmeter: Straßen im Süden unter Wasser

Die Losse, die normalerweise rechts fließt, ist im hessischen Kaufungen über die Ufer getreten. Foto: Uwe Zucchi
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Die Losse, die normalerweise rechts fließt, ist im hessischen Kaufungen über die Ufer getreten. Foto: Uwe Zucchi
Der Alpsee bei Immenstadt ist nach dem Dauerregen über die Ufer getreten. Foto: Benjamin Liss
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Der Alpsee bei Immenstadt ist nach dem Dauerregen über die Ufer getreten. Foto: Benjamin Liss
Der Pegel der Acher in Kappelrodeck in Baden-Württemberg ist nach starken Regenfällen stark angestiegen. Foto: Benedikt Spether
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Der Pegel der Acher in Kappelrodeck in Baden-Württemberg ist nach starken Regenfällen stark angestiegen. Foto: Benedikt Spether
Im Alpenvorland sind bis zu neun Liter Regen pro Stunde gefallen. Foto: Sven Hoppe
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Im Alpenvorland sind bis zu neun Liter Regen pro Stunde gefallen. Foto: Sven Hoppe
Die Bundesstraße 308 zwischen Oberstaufen und Immenstadt in Bayern ist teilweise durch Dauerregen überflutet. Foto: Benjamin Liss
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Die Bundesstraße 308 zwischen Oberstaufen und Immenstadt in Bayern ist teilweise durch Dauerregen überflutet. Foto: Benjamin Liss
In etlichen Regionen Deutschlands ist die Unwetter-Warnung noch nicht aufgehoben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
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In etlichen Regionen Deutschlands ist die Unwetter-Warnung noch nicht aufgehoben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Eine Straße in Bayern ist vom Wasser eines über die Ufer getretenen kleinen Baches überschwemmt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
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Eine Straße in Bayern ist vom Wasser eines über die Ufer getretenen kleinen Baches überschwemmt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Vor allem im Süden Deutschlands regnete es heftig. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
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Vor allem im Süden Deutschlands regnete es heftig. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Viel Regen und überflutete Straßen und Keller: Tief "Axel" hält Einsatzkräfte in Teilen Deutschlands auf Trab. Mancherorts fällt binnen 48 Stunden so viel Regen wie sonst im ganzen Monat.

Berlin (dpa) - Heftiger Regen und schwere Gewitter haben vor allem im Süden und der Mitte Deutschlands Straßen und Keller überflutet. Im Allgäu löste Wangen - eine Stadt im südöstlichsten Zipfel von Baden-Württemberg - Hochwasseralarm aus.

Mehr als 100 Liter seien dort innerhalb von 24 Stunden pro Quadratmeter gefallen, sagte ein Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Dienstag. Besonders betroffen von Tief "Axel" und dem Unwetter waren auch der Nordschwarzwald sowie Nordhessen, etwa der Osten von Kassel.

Mancherorts stand das Wasser knietief auf den Straßen. In Plaue fuhr die Süd-Thüringen-Bahn auf überfluteten Schienen. Der DWD warnte vor allem in Alpennähe weiter vor extremen Niederschlägen - dort kommt auch die Schneeschmelze hinzu.

Am Alpenrand fielen örtlich binnen zwei Tagen mehr als 180 Liter Regen pro Quadratmeter - etwa so viel wie normalerweise in einem Monat. "Die Mengen sind schon extrem", sagte Paul Brüser vom Deutschen Wetterdienst. "Und es kommt noch ein bisschen was dazu."

Für die Landkreise Kelheim, Landshut, Bad Tölz-Wolfratshausen, Oberallgäu, Kempten, Günzburg, Weilheim-Schongau, Rosenheim und Garmisch-Partenkirchen gaben die Wasserwirtschaftsämter am Dienstag Warnungen vor Überschwemmungen bebauter Gebiete heraus. "Die Behörden arbeiten eng zusammen, um drohende Hochwasserlagen rechtzeitig zu erkennen", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). Er verwies auf das Hochwasserschutz-Aktionsprogramm, im Zuge dessen in den vergangenen Jahren zahlreiche Deiche und Schutzmauern saniert sowie neu errichtet wurden. "Im Ernstfall zählt jeder Zentimeter."

In einigen Regionen war der Bahnverkehr beeinträchtigt. Im Theater Naumburg (Sachsen-Anhalt) drangen nach Angaben der Bühne Wasser und Schlamm in Foyer sowie Keller ein. In einem Krankenhaus im niedersächsischen Helmstedt fielen nach heftigem Regen Deckenteile herunter. Der Kreißsaal und die Intensivstation des Krankenhauses wurden geräumt, Schwangere und Patienten verlegt. Ursache für den Deckeneinsturz war nach ersten Erkenntnissen, dass sich auf dem Dach wegen eines verstopften Fallrohrs Regenwasser gestaut hatte.

In Baden-Württemberg galt eine Unwetterwarnung des DWD für den Großteil des Landes noch bis Mittwochmorgen. In Nordrhein-Westfalen war besonders der Kreis Lippe stark betroffen. Dort mussten wegen des Regens mehrere Straßen gesperrt werden.

Das Wetter beruhigt sich nach den heftigen Regenfällen in den kommenden Tagen. "Das Ärgste ist vorbei", sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach. Zwar müsse noch weiter mit Niederschlägen gerechnet werden, doch Tief "Axel" ziehe von Mittwoch an über Polen nach Osten ab. Am Mittwoch regnet es laut DWD nur noch in der Osthälfte Deutschlands. Im Westen zeigt sich bei Temperaturen von bis zu 23 Grad sogar schon wieder die Sonne. Am Donnerstag klingen die Schauer dann auch in der Lausitz und an den Alpen ab. Dennoch bleibt es mindestens bis zum Wochenende meist unbeständig.

Pegelstände in Bayern

Bericht Mitteldeutsche Zeitung

Warnungen Deutscher Wetterdienst

Liveticker Stadt Wangen

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