Video verbreitet sich im Netz

Coronavirus: Zeigt dieses Video die Wahrheit über das Virus? Experte mit eindeutigem Statement

Coronavirus: Panik verbreitet sich durch Fakenews auf diversen Social-Media-Kanälen und in einem ganz bestimmten Video. Doch was ist dran?

  • Videos auf YouTube verbreiten Panik
  • Die Fakten widerlegen die Behauptungen
  • Der Coronavirus ist keine mutierte Art der SARS-Krankheit von 2003

München - In den letzten Tagen hat kaum ein Thema die sozialen Netzwerke so sehr beschäftigt, wie das Coronavirus. Aufgrund des aktuellen Interesses am Thema ist es auch kein Wunder, dass sich viele Videos zum Coronavirus verbreiten. So kursiert auch ein hochgeladenes YouTube-Video auf dem Kanal „Odysseus“durch das Netz. 

Eingeleitet wird es damit, dass es sich hier um „eine Eilmeldung handele“ und ihm die Informationen über den Coronavirus „zugespielt wurden“. In dem 10-minütigen Film geht es vor allem um geheime Informationen, die angeblich von etablierten Medien verschwiegen werden. Viele Nutzer sind verunsichert und wissen nicht, ob sie den Informationen trauen können.

Coronavirus: Verschwörungstheoretiker verbreiten Falschmeldungen

Oftmals nutzen Verschwörungstheoretiker die Ängste der Menschen und verbreiten Falschmeldungen, ohne darüber nachzudenken, was sie damit eigentlich anrichten. Nachdem sich inzwischen die ersten vier Fälle in Bayern bestätigt haben, verbreiten sich die zahlreichen Coronavirus-Videos wie Lauffeuer und werden über WhatsApp oder Facebook mit anderen Usern geteilt.

Der Verlauf des Coronavirus. 

Coronavirus: Wenn Fakten nicht zu belegen sind

Unter anderem behauptet „Odysseus“ das es bereits „23 Millionen infizierte Menschen“ gibt und es sich „um eine mutierte Art des SARS-Virus“ handeln würde. Diese kann er aber nicht belegen, es gibt keinerlei Quellen und keine Beweise in seinem Video. Er argumentiert damit, dass er „geheime Informationen“ zugespielt bekommen habe. Auch die Behauptung, dass „Flüssigkeiten die Lebenskraft der Viren verlängern und verstärken würden“ ist offenbar falsch. Dem widerspricht ganz klar Virologie-Professor Hartmut Hengel gegenüber der Tagesschau. 

Wahr ist, dass es momentan noch keine Impfung gegen das Virus gibt. Frühestens in einem Jahr könne es diese geben, bis dahin werden nur die Symptome behandelt.

Coronavirus: Wie eine Plattform die Reihe von falschen Informationen richtigstellt

Die Plattform Mimikama hat jetzt in einem ausführlichen Faktencheck eine Reihe von Falschmeldungen richtig gestellt. Sie sind einzelnen Behauptungen nachgegangen und haben sie geprüft. Viele Aussagen können daher als falsch widerlegt werden und lassen viele Menschen aufatmen. Daher bleibt nur zu sagen, dieses Video ist reine Panikmache mit etlichen Halbwahrheiten, die nicht belegt werden können.

Im „Tagesthemen“-Kommentar fällt Andreas Cichowicz ein Urteil über das autoritäre chinesische Regime und ihren Umgang mit dem Coronavirus. 

Wegen einer möglichen Coronavirus-Infektion sitzen Tausende Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff vor Italiens Küste fest.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

makl

Rubriklistenbild: © dpa / Victoria Jones

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