Kräftiger Gewinneinbruch

Probleme bei BMW: Autobauer will noch härter sparen - und kürzt Dividende

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Die BMW-Zentrale in München. Der Autobauer will kräftig sparen.

BMW bekommt die Probleme auf dem Automarkt zu spüren: Der Gewinn ging 2018 kräftig zurück. Nun will der Autobauer kräftig sparen.

Update vom 5. April 2019: Die wirtschaftliche Lage bei BMW dürfte weiter kompliziert bleiben: Den Münchnern und weiteren deutschen Autokonzernen droht der nächste Kosten-Hammer. Die EU-Kommission hat den Verdacht der systematischen Absprache bezüglich neuer Technologien - und es geht um ein empfindsames Thema.

München - Der Autobauer BMW hat angesichts der Schwierigkeiten auf den weltweiten Automärkten im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Der Nettogewinn sackte um ein Sechstel auf 7,21 Milliarden Euro ab, wie das Dax-Unternehmen am Freitag in München mitteilte. Die Dividende wollen die Münchener von 4 Euro auf 3,50 Euro je Stammaktie kürzen.

Im Tagesgeschäft bekam das Unternehmen auf dem wichtigsten Einzelmarkt China vor allem den Zollstreit mit den USA zu spüren, in Europa belasteten die Marktverwerfungen durch die Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchstests WLTP die Ergebnisse.

BMW: Ergebnis vor Zinsen und Steuern fällt um fast acht Prozent

Der Umsatz 2018 ging um 0,8 Prozent auf 97,5 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel konzernweit um 7,9 Prozent auf 9,12 Milliarden Euro, lag damit aber etwas über den Erwartungen. Die Aktie lag nach Bekanntgabe der Zahlen ein halbes Prozent im Plus.

Im Kerngeschäft mit dem Automobilbau ging die Marge 2018 um 2 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent zurück. Der Vorsteuergewinn, in dem auch die Beteiligungsgewinne aus dem chinesischen Gemeinschaftsunternehmen enthalten sind, lag mit 9,82 Milliarden Euro 8,1 Prozent unter dem Vorjahr.

BMW: Münchener Autobauer will Sparprogramm ausweiten

Nun will das Unternehmen trotz erwarteter Absatzsteigerung ein laufendes Sparprogramm deutlich ausweiten. „Die Herausforderungen für die gesamte Industrie nehmen in den nächsten Monaten nicht ab“, sagte Vorstandschef Harald Krüger. „Deswegen werden große Kraftanstrengungen in allen Bereichen des Unternehmens erforderlich sein.“ Der Konkurrent VW hatte kürzlich angekündigt, bis zu 7.000 Stellen zu streichen.

Auch interessant: Nach Zweifeln an den Grenzwerten - Scheuer gibt Prognose zu Diesel-Fahrverboten ab

Video: Börsen-News zu BMW - Autobauer übertrifft Erwartungen

Bei BMW ist der Gewinn 2018 deutlich gesunken - der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie der neue Abgastest WLTP haben die Bilanz belastet. Allerdings sind die Zahlen nicht so schlecht ausgefallen wie befürchtet: Die Aktie steigt - Einzelheiten im Video.

Wirtschaftlich durchlebt BMW gerade schwierige Zeiten. Nun kommt ein neues Problem hinzu: Zahlreiche Autos der Baujahre 2009 bis 2011 müssen zurück in die Werkstatt.

dpa/fn

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