Milliardenschwerer Verlust

Coronavirus trifft Ikea stark - Möbel-Gigant kündigt deshalb Neuerungen an

Vor dem Hintergrund der vom Coronavirus ausgelösten Wirtschafts-Krise hat der Möbelhändler Ikea starke Umsatzeinbußen. Nun kündigt er einen Wandel an.

Stockholm/Frankfurt - Aufgrund der Corona-Pandemie sind Unternehmen aus allen Branchen in wirtschaftliche Notlage geraten. Durch die Schließungen und die Angst vor dem Virus haben die Menschen weniger Geld ausgegeben.

Das gilt auch für den Möbelriesen Ikea, der aufgrund der Corona-Krise bereits einen milliardenschweren Umsatzverlust* erlitten hat. Doch gleichzeitig konnte er seine Online-Verkäufe steigern. Die Gründe liegt auf der Hand: Zum einen hatten Menschen durch die Ausgangsbeschränkungen zu Hause viel Zeit für Online-Shopping statt stationärem Einkauf, zum anderen sorgt viel Zeit zu Hause für das Bedürfnis, dieses zu verschönern. Noch nie sei das Zuhause so wichtig gewesen wie in dieser Zeit, erklärt Ikea. In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen besonders viele Artikel für Homeoffice und Kochen verkauft.

Die Gesamterlöse gingen im Geschäftsjahr 2020 (30. August) um rund 1,5 Milliarden auf 35,2 Milliarden Euro zurück, wie die Ikea-Einzelhandelsorganisation Ingka am Dienstag berichtete.

Coronavirus zwingt Ikea zu Schließungen - Online-Umsatz steigert sich

Man habe wegen der Pandemie* zwischenzeitlich 75 Prozent der Möbelhäuser schließen müssen, führte Ingka-Chef Jesper Brodin aus. Die Besucherzahl ging trotz 26 neu eröffneter Shops um 133 Millionen auf 706 Millionen Menschen zurück. Gleichzeitig zählte die Website Ikea.com 3,6 Milliarden Besuche, rund eine Milliarde mehr als im Vorjahr. Der Online-Umsatz steigerte sich um 60 Prozent und machte nun 18 Prozent der Gesamterlöse aus. Vor einem Jahr hatte die Quote erst 11 Prozent betragen. Brodin kündigte weitere Schritte zur Digitalisierung und besseren Nachhaltigkeit des Ikea-Einzelhandelsgeschäfts an.

Die Ingka-Group ist weltweit der mit Abstand größte Betreiber von Ikea-Möbelhäusern, aber nicht der einzige. Sämtliche zwölf Franchise-Nehmer haben im Geschäftsjahr 2020 zusammen 39,6 Milliarden Euro umgesetzt, wie der Lizenzgeber Inter Ikea Systems bekannt gab. Im Jahr zuvor waren es 41,3 Milliarden Euro. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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