Ölpreis belastet

Lufthansa verzichtet 2019 auf Wachstum bei Eurowings

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Der Airbus 380 "Berlin" von Lufthansa landet auf dem Flughafen Frankurt. Foto: Andreas Arnold

Frankfurt/Main (dpa) - Angesichts der Engpässe im europäischen Luftraum hat der Lufthansa-Konzern die Wachstumspläne der Billigtochter Eurowings weiter zusammengestrichen.

Im laufenden Jahr werde das Flugangebot von Eurowings auf dem Niveau des Vorjahres verharren, teilte der Dax-Konzern in Frankfurt bei der Vorlage der Quartalszahlen mit. Zuletzt hatte der Vorstand noch eine Steigerung um zwei Prozent geplant.

Die eingedampften Pläne sollen helfen, im kommenden Sommer einen stabilen Flugbetrieb zu gewährleisten, erklärte Finanzchef Ulrik Svensson. 2018 hatte Eurowings wie andere Airlines wegen der Engpässe bei den Fluglotsen und eigener Probleme mit vielen Verspätungen und Flugausfällen zu kämpfen gehabt.

Im laufenden Jahr soll auch der Verkauf der früheren Air-Berlin-Tochter LG Walter die Flotte vereinheitlichen und die Prozesse optimieren. Eurowings strebt an, pro Standort nur noch mit jeweils einem ihrer diversen Flugbetriebe präsent zu sein.

Für das laufende Jahr wird eine Verbesserung der operativen Marge (bereinigtes Ebit) von -5,5 Prozent (2018) auf die Nullmarke erwartet. Für die Cateringsparte LSG Sky Chefs hat der Vorstand einen formalen Verkaufsprozess für das Unternehmen als Ganzes oder in Teilen gestartet. Details wurden nicht genannt.

Unterdessen drückt der gestiegene Ölpreis bei Europas größter Fluggesellschaft stärker auf den Gewinn als gedacht. Die Treibstoffkosten dürften in diesem Jahr auf 6,8 Milliarden Euro klettern, schätzt der Vorstand.

Im ersten Quartal flog die Lufthansa wegen der höheren Treibstoffrechnung und gesunkener Ticketpreise tief in die roten Zahlen. Der Nettoverlust stieg von 39 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 342 Millionen Euro. Eckdaten hatte der Konzern bereits Mitte April vorgelegt.

Im zweiten Quartal sollen die Ticketpreise aber wieder anziehen. Für das Gesamtjahr erwartet das Management daher weiterhin, dass der Umsatz des Konzerns um 4 bis 6 Prozent steigt. Von jedem eingenommenen Euro sollen 6,5 bis 8,0 Cent als operativer Gewinn beim Unternehmen hängenbleiben.

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